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  <dc:date>2026-05-12T21:12:41+00:00</dc:date>
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  <title>09. Video &quot;Karma Police&quot;</title>
  <dc:date>2003-07-28</dc:date>
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  <description>Video &quot;mOBSCENE&quot;</description>
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  <title>06. Video &quot;mOBSCENE&quot;</title>
  <dc:date>2003-07-28</dc:date>
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  <description>Der Ausgangspunkt für meine Überlegungen war die Frage, wie wird Angst in bestimmten Teilen der Popkultur dargestellt. Zu dieser Frage kam ich, nachdem ich mir überlegt hatte einen Beitrag über Marylin Manson für diese Veranstaltung zu recherchieren.Die öffentliche Diskussion, um Marilyn Manson, setzt hierbei meistens an dem Punkt an, daß es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Darstellung und dem Dargestellten, sowie den Handlungen der RezipientInnen gibt. Mein Ansatz ist es nicht, ein Wesen oder eine Wahrheit dieser Darstellungen und deren Wirkungen herauszufinden.&#13;&#10;&#13;&#10;Ich möchte vielmehr, von der Analyse der Gewalt weg, zu der Atmosphäre der Angst kommen. Die meiner Meinung nach ein zentraler Teil der Inszenierung vieler KünstlerInnen bzw. PerformerInnen ist. Mich interessiert insbesondere die Tradition der Darstellung verstörender Bilder. Es wird sich zeigen, daß dieser Begriff in keinster Weise einfach oder  klar ist. Auch kann ich keine Strategie oder Theorie anbieten, welche meine Überlegungen genau trifft.&#13;&#10;&#13;&#10;Die Bewegung in der Betrachtung der Videos von Radiohead und Marilyn Manson, weg von der Suche nach der Gewalt in den Bildern, hin  zur Performativität von Angst, hat auch damit zu tun, das ich mir die Frage stelle, welche Art von Bildern schafft es, die BetrachterInnen zu berühren, im Sinne von zu  verstören, die Alltagswahrnehmung zu unterbrechen und quasi in diffuser Weise zu verändern . Ich denke, das das nur Bilder sein könnnen die auf  Ebenen funktionieren, die direkt auf die Empfindungen und den Moment einwirken.&#13;&#10;&#13;&#10;Anhand der Videos von Marylin Manson und von Radiohead, möchte ich zeigen, daß diese Darstellung von Angst, Paranoia und Schrecken ein  zentrales Moment unserer Alltagskultur ist.Das Unbehagen und die Angst werden von MM in einer ganz und gar anderen Art und weise dargestellt, als von der Gruppe Radiohead. Beide Strategien sind verankert in den ästhetischen Traditionen der westl. Welt . Jede findet jedoch andere Resonanzen und verfolgt andere Ziele.&#13;&#10;&#13;&#10;In den Videos wird die Atmosphäre der Musik illustriert, die Lyrics in einen Bildzusammenhang gebracht. Die Intervention passiert plötzlich und schnell. Zumeist bleibt nur das Gefühl von Verwirrtheit... einen Moment der Unklarheit.&#13;&#10;&#13;&#10;Dieser Moment der Unklarheit, kann auch im Positivsten aller Sinne eine Möglichkeit sein, die hegemonialen Ästhetiken zu brechen. Angst als performative Strategie, hat die Vorteile, daß sie auch unbestimmt, im Sinne eines Unbehagens bleiben kann. Diese diffuse Kategorie erlaubt es Unsagbares anzudeuten.Genausogut kann die Strategie der Performativität der Angst als klares Bekenntnis des Schreckens passieren. Gewalt bietet diese diffusen Momente nur begrenzt. Gewalt kann als Konsequenz von Angst gelesen werden.&#13;&#10;Im folgenden möchte ich mich den Begriffen der Gewalt / der Angst und der Performativität nähern.&#13;&#10;</description>
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  <title>01. Einleitung</title>
  <dc:date>2003-07-26</dc:date>
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  <description>Die Tradition in der die Bilder von Radiohead stehen sind vielmehr im Surrealismus und im gegenwärtigen Indiependent Kino zu sehen.  Die Angst ist immanent  und nicht so eindeutig  positioniert wie bei MM.&#13;&#10;Der Paranoid Android  scheint unbeteiligt alle Ereignisse hinzunehmen. Er wird angerufen, er wird angepöpelt, wer wird gerettet. Nichts ausser der Anfangsszene wo wer duscht  und der Szene wo er auf den Laternenmast klettert passiert aktiv. &#13;&#10;&#13;&#10;Ähnlich im Video zu Karma Police. Das Auto fährt ohne Fahrer. Der Sänger von Radiohead, ThomYorke sitzt am Rücksitz und seine Position in dem Video ist eigentlich nicht ganz klar. Im Vordergrund, ein mittelalterlicher Mann der läuft. Und wie es scheint vor dem Auto wegläuft. &#13;&#10;&#13;&#10;Die Angst ist in den Videos von RH viel deutlicher, obwohl die Positionierung zur sogenannten „Norm“ weniger eindeutig ist. Die Bilder sind nicht so einfach zu lesen. Die Resonanz ist nicht jene, wie die im Fall von MM. Keine Proteste und Urban Legends. Und dennoch, ist die Verbindung  zur Angst und deren Darstellung mehr oder weniger eindeutig.&#13;&#10;&#13;&#10;Die Angst ist vieldeutig, der Kontext einigermassen unklar.Der theoretische Referezbogen wäre wohl eher das Deleuzsche Rhizom oder die Baudrillardsche Simulation. Auch durch den Lacanfilter kann geschaut werden. Die Referenzen sind jedoch schwerer auszumachen, da die veränderungen im Styl und in der Perfomance grösseren Schwankungne unterliegt als die von Marilyn Manson. Radiohead sind keine Kunstfiguren  in diesem Sinne. Die Verortung der Strategie ist daher nicht so klar wie die von MM. &#13;&#10;Die Identiäten der Akteure in den Videos von RH sind postmoderne. Sie sind nicht linear und koheränt. Die Handlungen lassen Fragen offen. Die Referenzen sind nicht so leicht zu lesen, sie sind viel stärker codiert, und benötigen somit spezielles Wissen um Kontexte und Subkulturen. Die Ästhetischen Referenzen kommen auch aus dem Mainstream der Alternativ Kultur, deren Reichweite jedoch im Vergleich zu christlichen Moralvorstellungen verschwindend gering ist. Das heißt nicht, daß zb genau diese kein Thema wären, die Angst ist jedoch nicht in diesem eindeutigen Spannungsfeld platziert wie bei MM.  &#13;&#10;&#13;&#10;In beiden RH Videos gibt es einen Moment, in welchem sich die Hauptfiguren gegen die Angst richten. Der Paranoid Android klettert auf den Latternenmast, der Zweck ist Unklar. Der vom Karma Verfolgte, bleibt stehen und wendet sich mit einer List gegen die Bedrohung im Nacken.&#13;&#10;&#13;&#10;Eine weitere Gemeinsamkeit ist, das es nicht so eindeutig ist was denn nun gegen diese latente Angst, dieses Unbehagen helfen kann. Im Falle des Paranoid Android, kommt die Hilfe in zweifacher Weise, zum einen gibt es die Figur des SM – Typen der eine Axt aus dem Aktenkoffer holt, um den PA vom Laternenmast zu holen. Mit dem Erfolg, sich selbst zu verstümmeln und in den Fluss zu fallen.&#13;&#10;Zum anderen in Form des Schutzengels, der Mithilfe eines Hubschraubers eingreift. Spannend das Schutzengel eine/n nach erfolgter Rettung zum Tischtennis zwingen.&#13;&#10;&#13;&#10;Die Performativität der Angst in diesen beiden Videos läßt ein viel stärkeres Unbehagen  zurück, als die in denen von MM. Die Uneindeutigkeit der Angst, ist gepaart mit uneindeutigen Bildern. Eine Tendenz die in den aktuellsten Videos immer stärker wird.&#13;&#10;&#13;&#10;&#13;&#10;&#13;&#10;&#13;&#10;Genauso wie in den letzten Alben der Gruppe. &#13;&#10;Zitat aus There There / Hail to the Thief&#13;&#10;&#13;&#10;„ Just because you feel it doesnt mean its there“.&#13;&#10;&#13;&#10;&#13;&#10;Aus den Lyrics zu Karma Police:&#13;&#10;&#13;&#10;This is what you get when you mess with us. &#13;&#10;I ve given all i can but it’s not enough&#13;&#10;There i lost myself ... i lost myself&#13;&#10;&#13;&#10;&#13;&#10;Radiohead stehen in ihrem Genre in der Tradition von Pink Floyd, Joy Division und zB den Talking Heads. Die Verunsicherung und Bedrohung durch die Gesellschaft. Die Angst als  Dauerzustand. &#13;&#10;</description>
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  <title>10. Radiohead: Ich habe Angst und die Welt ist angsterfüllt</title>
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  <description>Nun wäre es ein einfaches zu behaupten, das RH die sophisticated und MM die brachial Performativität von Angst verkörpern.&#13;&#10;Ich denke so einfach ist es nicht. Beide Strategien referieren auf die Identifikation der Rezipientinnen mit den Akteurinnen, beide Strategien suchen eine Alienated Position auf. Beide Strategien bieten unterschiedliche Möglichkeiten der Reaktion auf die Angst an.&#13;&#10;&#13;&#10;Die Performativität der Angst steht in beiden Strategien als Alternative zu den normativen Bildern.&#13;&#10;Sind diese Bilder Alternativen? Ja und Nein.&#13;&#10;&#13;&#10;Diese Frage bringt mich wieder zu dem Zitat von Sandy Stone zu Beginn meines Vortrags.&#13;&#10;Darin beschreibt sie den Moment des Anhaltens als den, in dem eine Intervention in die Wahrnehmung stattfindet. Der Moment der Verunsicherung, der Angst. In diesem Sinne sind beide Strategien erfolgreich.&#13;&#10;&#13;&#10;Eine aus diesen Überlegungen weiters resultierende Überlegung ist es sich diese Angst und deren Verkörperung auch aus dem Blickwinkel der Selbstfürsorge anzuschauen. Diese Selbstfürsorge ist nicht nur im Sinne eines für sich sorgens zu sehen, sondern es geht darum über diese Selbstfürsorge auch die sorge für andere, dh für die Gesellschaft zu haben.&#13;&#10;In diesem Zusammenhang ist natürlich die Frage nach der Darstellung von Angst, als einer and die  primäre Existenz gebundene Empfindung spannend. Diese Frage  bleibt in etwa so für sich stehen, und ich möchte sie aber gerne in den Zusammenhang mit Altruistischen, Hedonistischen Theorien diskutieren.&#13;&#10;&#13;&#10;Eine weitere Frage die sich anschließt ist die nach der Kathegorie Gender, und Race welche ich hier völlig ausgelassen habe. Die AkteurInnen in den Videos sind (fast) alle  gendertechnisch männlich markiert und weiss. In diesem Zusammenhang wäre es spannend sich die Kathegorie der „special otherness“ (Trinh T. Minh – Ha) und die feministische Diskussion anzuschauen.&#13;&#10;&#13;&#10;Auch Wie und Welche Performativitäten von Angst können überhaupt gelesen werden? Gibt es soetwas wie eine Unsichtbare Performativiät von Angst? Einen Moment des Verschwindens? &#13;&#10;&#13;&#10;Die Arbeit an diesem Vortrag hat für mich eine Reihe von Fragen aufgeworfen und ich habe das unbestimmte Gefühl erst am Anfang  zu stehen was meine Überlegungen betrifft. &#13;&#10;Ich möchte gerne mit einem Zitat von Kathy Acker enden, aus ihrem Buch &#13;&#10;„the empire of the senseless“&#13;&#10;&#13;&#10;„Der code lautete: Werde die Bedeutung los, dein Bewußtsein ist ein Alptraum der dich aufgefressen hat: Jetzt friss Du dein Bewußtsein auf“.&#13;&#10;&#13;&#10;This is a nice way to stop.&#13;&#10;</description>
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  <title>11. Conclusio</title>
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  <description>Der Begriff der Gewalt ist ein in der Philosophie des 20 Jhdts. viel disskutierter . Mit Michel Foucault läßt sich dieser Begriff auch nicht einfach auf eine  dichotome Kausalität zurückführen, sondern ist  als  im Dispositiv der Macht verorteter zu sehen. Das Dispositiv,  dh die machtstrategische Verknüpfungen von einzelnen Aussagen in Diskursen und Praktiken, von  Wissen und Macht nach bestimmten Formationsregeln. Diese Formationsregeln sind weder natürlich noch willkürlich. Sie sind machtsensible manufactored consents, Kommunikation spielt hierbei eine dominante Rolle.&#13;&#10;Die Macht in dieser Foucault&apos;schen Analyse vollzieht sich nicht in einer Richtung, das Netz der Macht, so wie er es beschreibt, ist vielmaschig und mehrdimensional. Gewalt ist  Teil und Konsequenz dieses Systems. Die Pazifistische Opposition ist in diesem Dispositiv mitgedacht und als Opposition Unterstüzung und Lesereferenz  für Gewalt.  &#13;&#10;&#13;&#10;Mit der Zunnahme der Verfügbarkeit von Bildern, dem Kino, Fernsehen, Internet, wurden gegen Ende des 20 Jhdts die Diskussionen über die Auswirkungen von sogennanten gewaltätigen Bildern präker. &#13;&#10;&#13;&#10;So zum Beispiel anfang der 1990er Jahre in den USA wo nach dem Doppel Selbstmord zweier Teenager eine Diskussion um die Musik Gruppe Judas Priest entstand. Eine ganz ähnliche wurde in Europa rund um das  Jahr 1774 geführt. Der Roman „Die Leiden des jungen Werther“ von Goethe lösste angeblich  eine Epedimie an Selbsttötungen aus. &#13;&#10;Demnach gibt es bis heute den sogenannten „Werther“ Effekt.&#13;&#10;&#13;&#10; Der &quot;Werther-Effekt&quot; als medien-induzierte Selbsttötung &#13;&#10;Werther-Effekt - Werther-Fieber - medien-induzierte Selbsttötung - Nachahmungs-Suizid - Suizid-Epidemie - suizidaler Imitations-Effekt - Suizid-Induktion - medial vermittelter Suizid - Suizid-Enttabuisierung - u.a.m.&#13;&#10;&#13;&#10;Diese Diskussion wurde  und wird in vielen Facetten immer wieder Geführt, so auch nach dem Highschool Massaker von Littleton. Diesmal jedoch in Verbindung mit Marilyn Manson.&#13;&#10;Wie bereits angedeutet möchte ich jetzt nicht in die Diskussion einsteigen, ob die Performance eines Künstlers/Künstlerin soetwas bewirken oder nicht. &#13;&#10;</description>
  <link>https://radio.sztaki.hu/node/get.php?id=011pr228</link>
  <title>02. Der Begriff der Gewalt im Unterschied zum Begriff der Angst</title>
  <dc:date>2003-07-26</dc:date>
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 <item rdf:about="https://radio.sztaki.hu/node/get.php?id=011pr229">
  <description>Den Hinweis auf den Moment der Angst, bekam ich von Brian Warner alias Marilyn Manson in Michael Moores „Bowling for Columbine“, wo er zu jenen Kausaltitäten befragt wird und auf den Zusammenhang zwischen „Fear“ and „Violence“ hinweist.&#13;&#10;&#13;&#10;Das Moment der Angst.  Im Gegensatz zur Furcht oder aber auch zum Begriff der Gewalt, ist, die Angst ein sehr diffuser Terminus  . Angst kann vieles sein. Die konkrete Angst vor/in/nach einer Situation, Begebenheit, Idee, Person .... uva.   Die Richtung der Angst ist keine zeitlich Eindeutige. Angst kann auf erlebtes und nicht erlebtes referieren, vergangenes, zukünftigens und gegenwärtiges. Sie kann virtuell oder konkret sein.  Die Wirkung von Angst ist nicht eindeutig. Angst kann vor Schutzverletzungen warnen, sie anzeigen oder aber auch lähmen und selbst zur Bedrohung werden. Zur Paranoia.&#13;&#10;Die latente Angst.&#13;&#10; &#13;&#10;Wikipedia  gibt zum Suchbegriff Angst folgende Auskunft&#13;&#10;Der Begriff Angst (v. lat.: angustia Enge) bezeichnet eine Empfindungs- und Verhaltensänderung, die durch eingetretenen oder erwarteten Schmerz, Verlust oder Strafe hervorgerufen wird. Auch gibt es objektiv unbegründete Angst, z.B. Prüfungsangst, Höhenangst, etc...&#13;&#10;Angst wird begleitet von körperlichen Angstreaktionen.&#13;&#10;&#13;&#10;Angst ist ein elementares Gefühl aller höheren Lebewesen, d.h. neben der Freude, der Trauer, der Wut, der Überraschung, dem Ekel und der Verachtung eine der sieben primären Emotionen. &#13;&#10;&#13;&#10;Angst ist also in Verbindung mit Erwartung und  Konsequenz  zu lesen. Aus diesem Grund erscheint mir der Begriff  der Angst auch wesentlich besser geeignet ... als zum Beispiel der Begriff der Furcht. Angst ist ein direkter Eingriff in den Körper. Angst ist Spürbar. &#13;&#10;Furcht ist auf ein Objekt gerichtet und somit fokusiert.  Der Begriff der Angst entzieht sich dem der Kausalität. &#13;&#10;&#13;&#10;&#13;&#10;Diese Kategorie der Kausalität, welche auch auf einem Prinzip der Naturalisierung von Prozessen und Begriffen beruht. Ist für die Überlegung, was den die Performatitvität von Angst ausmacht ein zentrales Moment. Die Festlegung der Punkte,  und somit der Blickrichtung,führt zu der  Implimentierung der kulturellen Codes der Wahrnehmung und somit die Verortung des Dispositivs in den Blick. Ich möchte bewußt, soweit wie möglich auf einen Psychoanalytischen  Referenz Rahmen verzichten. Da wie mir scheint, dieser Rahmen keinen Progess in der Befragung von Bildern zu bieten hat.  &#13;&#10;&#13;&#10;Was ich damit sagen möchte ist, das die Abfolge, das Entstehen, die Referenz auf wovor und wer Angst hat, nicht in einem linearen, kausalem  Zusammenhang dargestellt werden soll, kann. &#13;&#10;&#13;&#10;Nun ist der Begriff der Angst auch in der Geschichte der Philosophie kein unbeschriebenes Blatt.  Besonders in den sogenannten Lebensphilosophien, zB dem Existenzialismus... spielt die Frage nach der Angst, als eine dem Subjekt primär zugeordnete Empfindung eine wesentliche Rolle. In der Theorie des Martin Heidegger nimmt sie als Moment der Sorge einen zentralen Platz ein.&#13;&#10;&#13;&#10;Diese Verortung der Angst, am Individuum und aber auch die Gleichzeitige Bedeutung für das Kollektiv, um nicht zu sagen für die  Gesellschaft, machen es spannend sich unter genau diesem Blickwinkel deren Performativität in der sogennanten Pop- Kultur anzuschauen.&#13;&#10;</description>
  <link>https://radio.sztaki.hu/node/get.php?id=011pr229</link>
  <title>03. Der Zusammenhang zwischen „Fear“ and „Violence“ </title>
  <dc:date>2003-07-26</dc:date>
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 <item rdf:about="https://radio.sztaki.hu/node/get.php?id=011pr230">
  <description>Wie wirken verstörende Bilder? Welche Reaktionen rufen sie hervor? &#13;&#10;Hier möchte ich auf einen Text von Sandie Stone verweisen, „What Vampires know : Transsubjection and Transgender in Cyberspace“ (1993). Der für mich inspririernde Gedanke aus diesem Text, dreht sich um die Frage, welche Bilder schaffen es, die Wahrnehmung so zu irritieren, das ein Moment des Anhaltens ensteht. Dieser Gedanke, den Sandy Stone hier formuliert, ist nur ein „Nebengedanke“ in ihrem Text. Sie beschreibt folgendes, daß wenn sie ihren Studierenden die Dias  „Verunstalteter“ Körper zeigt, dann fände sie einen Moment des Luftanhaltens vor. &#13;&#10;&#13;&#10;„Their gasping  tells me that a process has happened inside, some internal disruption. Something has interfered with their normal, seamless way of viewing the world. (....)&#13;&#10;And in that moment of interruption, when just an instant the fabric of normality is ripped open a little bit, and they can see the nuts and bolts of the way reality is put together – if that moment can be encouraged and that rip teased further open, not just for them but for all of us, then perhaps we can get a handle on the nuts and bolts of reality and find ways to unscrew some of them.“ (sandy stone)&#13;&#10;&#13;&#10;Dieser Moment der Verstörung, des Anhaltens kennzeichnet auch den Moment der Angst. Des diffusen, uneindeutigen. Das ist der Moment in dem die kulturellen Codes nicht automatisch wirken.&#13;&#10;&#13;&#10;Die Kraft dieser Bilder, die nicht schön im Sinne einer  Apollonischen Kunstauffassung sind. Diese Bilder sind tief verwurzelt in unseren Begehrensstrukuren und Blickgewohnheiten.&#13;&#10;Die Tradition der Inszenierung solcher Momente ist eine lange und weitreichende.&#13;&#10;Nietzsche beschreibt das in der „Geburt der Tragödie“. Er analysiert die Prinzipien des Appolonischen und des Dyonisisischen. Als Triebfedern der Kunst. Das Helle und das Dunkle. Nun möchte ich keineswegs diese Dichotomie weiterführen. Sie soll hier zeigen, das die nicht normativen Bilder, die Perversionen, das Dunkle, bei Nietzsche als Paradigemen des musischen gelten.  &#13;&#10;Diese Tradition ist auch im Surrealismus, in der Art Brut, im Aktionismus zu finden, ganz zu schweigen von den Bildern des Hieronymus Bosch.&#13;&#10;Die Angst und die Bedrohung durch Angst.&#13;&#10;&#13;&#10;Diese Bild- und aber auch Worttraditionen finden nun in der Pop Kultur ein Feld vor, in dem sie losgelöst von der Diskussion um wahre Kunst  dargestellt werden können. Die Reichweiten sind unvorstellbar. Die Kommunikationsbedingungen, bzw die Rezeptionsbedingungen sind private. Die Darstellung der Angst findet nicht im Museum, im Theater oder im Kino statt. Der Ort der Rezeption ist vornehmlich zu Hause. &#13;&#10;Die Genre Konventionen in Musik Videos haben sich in den letzten 20 Jahren sehr schnell und oft verändert.  Natürlich ist es eine Überlegung wert, wie den die Performativität von Angst in Britney Spears  oder Eminiem Videos passiert. Für mich liegen jedoch die Arbeiten von  MM und Radihead  näher... Musikvideos sind im Durchschnitt nicht länger als 4 Minuten und Transportieren eine sehr kompakte Performance and Bildern.&#13;&#10;</description>
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  <title>04. Angst und Kunst</title>
  <dc:date>2003-07-26</dc:date>
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  <description>Performativität,  im Unterschied zu der Idee des Seins und der Existenz, steht  für die kulturelle Konstruktion von  Subjekten und bezieht sich auch immer auf deren Handlungen.&#13;&#10;Es wird nicht von einem kohärenten, linearen, selbstidentischen Subjekt ausgegangen, sondern von einer partialen, nicht kausalen, performativen Identität.&#13;&#10;Diese Identiät erlaubt es  die kulturelle Verankerung der Subjekte zu beschreiben ohne auf eine Substanz oder ein Wesen zu referieren. &#13;&#10;&#13;&#10;Es geht nicht darum zu sagen, die KünstlerInnen sind die Substanzen aus denen heraus die Angst dargestellt wird. Es geht auch nicht um den Anspruch der authentischen, selbstidentischen Performance. Die Frage kann nicht sein, ob die DarstellerInnen Paranoid sind oder nicht. Es geht vielmehr um die Betrachtung dieser Inszenierung als Teil der Öffentlichkeit, als Ausdruck der kulturellen Konventionen.&#13;&#10;&#13;&#10;Diese Art der Performativität möchte ich auch auf den Begriff der Angst anwenden. Ziel kann es nicht sein das Wesen der Angst zu beschreiben, sondern es geht darum die Beziehungen zu beschreiben. &#13;&#10;&#13;&#10;Strategien der Performativität von Angst&#13;&#10;&#13;&#10;Die Analyse der Performance von Marilyn Manson in Bezug auf den Moment der Angst ist sehr naheliegend, als auch die Produzierten Bilder auf heftige Resonanz stossen. Ich habe RH in meinen Vortrag hereingenommen um eine andere Strategie der Darstellung dh Performativität von Angst zu zeigen.&#13;&#10;&#13;&#10;Zunächst möchte ich  die Tradition  darstellen in der ich die Performance von Marilyn Manson sehe.&#13;&#10;</description>
  <link>https://radio.sztaki.hu/node/get.php?id=011pr231</link>
  <title>05. Was verstehe ich eigentlich unter Performativität? </title>
  <dc:date>2003-07-26</dc:date>
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 <item rdf:about="https://radio.sztaki.hu/node/get.php?id=011pr232">
  <description>Diese Tradition liegt in der Freak- Show. Das Ausstellen des Perversen, des Abnormalen. Die Gegenüberstellung zu dem Normativen. &#13;&#10;Diese Opposition lässt sich sehr eindeutig feststellen. Gleichsam wie die Frau ohne Unterleib, präsentiert sich MM, als die Personifizierung des Anderen. Die Performances sind für mich in der Tradition der fahrenden Schausteller, der Gruselkabinette. Die Lyrics referieren of prae – und post- teenager Nihilismus. &#13;&#10;Es ist auch nicht unwesentlich zu erwähnen das es sich bei MM um eine Kunstfigur handelt, ein Konzept, schon der Name ist Teil der Inszenierung.  Alle Bandmitglieder haben den Vornamen eines Modells und den Nachnamen eines Serienmörders.&#13;&#10;&#13;&#10;Das Video  „mObscene“ erscheint wie ein Sammelsurium verunstalteter Körper, die Anspielung  auf faschistische Asthetik verschärft die Atmosphäre des Bedrohlichen. Egal ob die Inszinierung als Clownesque oder als Ernstzunehmend klassifiziert wird, die Positionierung  der Bilder erfolgt in klarer Opposition, zu dem was als Schön und Erstrebenswert gilt, dem Normativen. Nun finde ich diese Form der Performativität von Angst nicht so besonders innovativ oder neu.. Ganz im Gegenteil. Für mich steht diese Form der Inszenierung neben den historischen Vorbildern, auch natürlich in der Tradition von dem Musik Genre Heavy Metal (und hier möchte ich gewisse Momente der Ironie MM anrechnen) als auch in der konkreten Nachfolge von Alice Cooper und Iggy Pop sowie Ozzy Osbourne.&#13;&#10;&#13;&#10;Das sogenannte Genre des Schock- Rock war immer schon vieldiskutiert.Dennoch hat MM mit seiner Form der Performativität eine Reichweite und Dominanz erreicht die, wie ich finde zur Zeit einzigartig ist. Seine  Tourneen sind von Urban Legends begleitet in denen tote Tiere immer wieder eine Rolle spielen, genause wie von  Protesten  christlicher Organisationen, als auch Auftrittsverboten. Wie zuletzt in der Schweiz. &#13;&#10;&#13;&#10;Warum ist diese, sehr konventionelle Darstellung von Angst... diese wie ich finde doch sehr glatten Bilder so effektiv? Im Sinne einer Ausenwirkung?&#13;&#10;Der Effekt erscheint nur deshalb so gross, weil die Performance innerhalb der Dichotomien passiert. Ich möchte sagen, dass sowohl in den Texten als auch in den mir bekannten Videos und Live-Performances keine Momente zu finden sind die nicht in dieser Dichotomie zu lesen sind. Diese Performativität hat auch den grösseren Kommerziellen erfolg. Fast alle Alben beschreiben diese Tradition der Darstellung von Angst. Keines bietet diese diffuse Momente an, in denen nicht sofort zu erkennen ist, an welcher Position der Autor und die Rezipientinnen sich befinden. Nämlich in  Opposition. Diese Opposition verlangt bzw produziert eine sehr eindeutige Identiät. Die Identität der Kunstfigur MM ist die eines automomen, handelnden Subjekts. Die Angst interagiert mit der konkret eingenommen Position und ist auch an diese gebunden. Durch den Wechsel der Position verändert sich die der Angst. Die Angst die hier performt wird ist der Furcht viel näher als die bei RH, wie sich noch zeigen wird. Die Angst ist in einem starken Zeichenrahmen verankert. Werte wie Moral und Religion sind hierbei genauso vorhanden, wie die scheinbare Überschreitung und Verletzung durch die Perversion. Eigentlich ist das Referenz System von MM, der Anfang des 20 Jhdt. und das ist auch seine ästhetische Referenz.&#13;&#10;&#13;&#10;Die einzige Ausnahme bisher: Mechanical Animals&#13;&#10;Das Album Cover versucht das Geschlecht von MM als nicht eindeutig zu markieren. Es ist das einzige mir bekannte Bild, das versucht eine nicht eindeutige Position einzunehmen. Spannend das diese nicht Eindeutigkeit über den Körper und das Geschlecht passieren.&#13;&#10;Dieses Album war das 3, und kommerziell am wenigsten ergolgreiche. Alle nachflogenden Alben haben sich in Punkto Ästhetik und Inszenierung wieder an Antichrist Superstar angenähert und sind immer konventioneller geworden.&#13;&#10;&#13;&#10;Die Frage die sich hier stell ist, warum wird diese offensive aber nicht sehr  originelle Performativität von Angst als Bedrohung empfunden? &#13;&#10;&#13;&#10;Meine Überlegungen dazu sind, das MM auch auf die Lust der Angst anspielt. Auf die Ambivalenz und die Sehnsucht nach dem Perversen. Das Dyonisos Prinzip. Und das ist auch kein Zufall, sondern MM wurde als Kunstfigur auch in dieser Tradition erschaffen.&#13;&#10;&#13;&#10;In den Lyrics zu mObscene,  wird einmal mehr der Aufforderende Charakter der Inszenierung deutlich: &#13;&#10;We are the thing of shapes to  come&#13;&#10;Your freedom’s not free and dumb&#13;&#10;This Depression is Great&#13;&#10;The Deformation Age, they know my name&#13;&#10;Waltzing to scum and base and &#13;&#10;Married to the pain&#13;&#10;&#13;&#10;In einem Anderen Song auf dem selben Album ist von einer „Campaign for Pain“ die Rede.&#13;&#10;Die Inszenierung der Angst, liegt die Abgrenzung zur Normativen Macht und deren Positionen darzustellen. Ich bin mir gar nicht so sicher ob die Angst nicht vielmehr bei denen rezipiert wird die sich als „Normative Position“ begreifen.  Die Atmosphäre der Verunsicherung, der Angst ist hier dramaturgisch überspitzt. Im Sinne des Nihilismus wird versucht eine „Umwertung der Werte“ zu betreiben. Die Gesellschaft ist eine verunstaltete, eine angsterfüllte perverse. Laut MM wissen das halt nur nicht alle. Diese latente Angst wird in mObscene zur Revue und im grausamen Zirkus exponiert.  Der/ die Zuschauer/in bekommt die Freaks vorgeführt und der Zirkusdirektor  erteilt die letzten Instruktionen. Die Körper sind  wunderbar und abschreckend zugleich. Das Obzöne, Hässliche und Beängstigende. Bei allen Bemühungen bleibt Marilyn Manson noch immer in einer sehr ansprechenden Ästhetik. &#13;&#10;</description>
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  <title>07. Marilyn Manson: Ich bin was die Gesellschaft fürchtet</title>
  <dc:date>2003-07-26</dc:date>
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